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Modul 1 von 8 · A/B-Testing Mastery

A/B-Testing für Nicht-Statistiker

⏱ 30 Min · Nach diesem Modul können Sie einen echten A/B-Test von einem Vorher-Nachher-Vergleich unterscheiden, erklären, warum nur paralleles, randomisiertes Testen externe Störfaktoren ausschließt, und eine falsifizierbare Hypothese mit Variable, Wirkung und Primärmetrik formulieren.
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A/B-Testing für Nicht-Statistiker

Die meisten Shops treffen täglich Entscheidungen über Layout, Texte und Angebote — und begründen sie mit Meinungen.

  • In diesem Modul lernen Sie, diese Entscheidungen in kontrollierte Experimente zu übersetzen.
  • Ziel ist nicht, Statistiker zu werden, sondern ein kompetenter Gesprächspartner für datenbasiertes Wachstum.
Von der Vermutung zur belegten Entscheidung
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Willkommen zum ersten Modul des Tracks A/B-Testing Mastery. Wir beginnen mit einer einfachen Wahrheit: Die meisten Shops treffen tagtäglich Entscheidungen über Layout, Texte und Angebote — und begründen sie mit Meinungen. In diesem Modul lernen Sie, wie Sie diese Entscheidungen in kontrollierte Experimente übersetzen, die Ihnen sagen, was wirklich wirkt. Das Ziel ist nicht, Statistiker zu werden, sondern ein kompetenter Gesprächspartner für datenbasiertes Wachstum zu werden.

Lernziel

Lernziel

Sie unterscheiden bewusst zwischen einer begründeten Vermutung und einem validen Experiment.

  • Sie verstehen, warum parallele Gruppen der Goldstandard sind.
  • Sie können eine Hypothese so aufschreiben, dass sie überprüfbar ist.
1
Hypothese formulieren
2
Zufällig aufteilen
3
Parallel messen
4
Mit Daten entscheiden
Transkript dieser Folie

Nach diesem Modul unterscheiden Sie bewusst zwischen einer begründeten Vermutung und einem validen Experiment. Sie wissen, warum parallele Gruppen der Goldstandard sind, und Sie können eine Hypothese so aufschreiben, dass sie überprüfbar ist. Diese drei Fähigkeiten bilden die Grundlage für alles, was in den nächsten Modulen kommt.

Selbstcheck

Vorwissen aktivieren

Denken Sie an die letzte größere Änderung in Ihrem Shop.

  • Wurde sie mit einem parallelen Test validiert — oder einfach live geschaltet, weil alle davon überzeugt waren?
  • Diese Frage zeigt, wie weit Ihr Unternehmen bereits auf dem Weg zu einer Experimentierkultur ist.
Key Points

Vorwissen aktivieren

  • 1 Denken Sie an die letzte größere Änderung in Ihrem Shop.
  • 2 Wurde sie mit einem parallelen Test validiert — oder einfach live geschaltet, weil alle davon überzeugt waren?
  • 3 Diese Frage zeigt, wie weit Ihr Unternehmen bereits auf dem Weg zu einer Experimentierkultur ist.
Transkript dieser Folie

Bevor wir in die Details gehen, zwei kurze Fragen an Sie selbst. Denken Sie an die letzte größere Änderung in Ihrem Shop. Wurde sie mit einem parallelen Test validiert, oder wurde sie einfach live geschaltet, weil alle davon überzeugt waren? Diese Frage ist wichtig, weil sie zeigt, wie weit Ihr Unternehmen bereits auf dem Weg zu einer Experimentierkultur ist.

Konzept

Das Geschäftsproblem: siebzig Prozent Abbruch

Stellen Sie sich vor, siebzig von hundert Kunden legen die Ware an der Kasse zurück und gehen.

  • Genau das passiert online — nur dass niemand es Ihnen ins Gesicht sagt.
  • Diese Zahl ist der wirtschaftliche Hintergrund, warum A/B-Testing so wertvoll ist.
  • Jeder abgebrochene Warenkorb kostet nicht nur Umsatz, sondern auch die Kosten, die Sie bereits für den Besucher bezahlt haben.
Abbruch 70 (70%) Kauf 30 (30%)
Durchschnittliche Warenkorbabbruchrate im E-Commerce
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Stellen Sie sich vor, in Ihrem Ladengeschäft legen siebzig von hundert Kunden die Ware an der Kasse zurück und gehen. Genau das passiert online — nur dass niemand es Ihnen ins Gesicht sagt. Diese Zahl ist der wirtschaftliche Hintergrund, warum A/B-Testing so wertvoll ist. Denn jeder abgebrochene Warenkorb kostet nicht nur Umsatz, sondern auch die Kosten, die Sie bereits für den Besucher bezahlt haben.

Konzept

Warum mehr Traffic kein Hebel ist

Viele versuchen, sich aus dem Abbruch herauszukaufen.

  • Wenn siebzig Prozent abbrechen, zahlen Sie für dreißig Klicks und bekommen einen Kauf.
  • Mehr Traffic bei gleicher Conversion-Rate bedeutet: Sie pumpen mehr Wasser durch ein und dasselbe Rohr.
  • Der echte Hebel sitzt im bestehenden Besucherstrom — und genau dort setzt A/B-Testing an.
Zehntausend Besucher → dreitausend Warenkörbe → neunhundert Käufe
Transkript dieser Folie

Viele versuchen, sich aus dem Abbruch herauszukaufen. Aber wenn siebzig Prozent abbrechen, zahlen Sie für dreißig Klicks und bekommen einen Kauf. Mehr Traffic bei gleicher Conversion-Rate bedeutet: Sie pumpen mehr Wasser durch ein und dasselbe Rohr. Der echte Hebel sitzt im bestehenden Besucherstrom — und genau dort setzt A/B-Testing an.

Konzept

Was ein echter A/B-Test tut

Ein echter Test ist ein kontrolliertes Experiment.

  • Nur eine einzige Variable ändert sich: das Element, das Sie testen.
  • Alles andere bleibt identisch — inklusive Wetter, Wochentag und Werbekampagnen.
  • Diese Parallelität ist das Herzstück der Methode.
1
Zufällige Aufteilung
2
Variante A Kontrolle
3
Variante B Änderung
4
Gleichzeitige Messung
Nur eine Variable ändert sich
Transkript dieser Folie

Ein echter Test ist ein kontrolliertes Experiment. Nur eine einzige Variable ändert sich: das Element, das Sie testen. Alles andere bleibt identisch, inklusive Wetter, Wochentag und Werbekampagnen. Diese Parallelität ist das Herzstück der Methode. Sie stellt sicher, dass Unterschiede im Ergebnis tatsächlich auf die getestete Änderung zurückzuführen sind.

Konzept

Was ein A/B-Test nicht ist

Zwei hartnäckige Mythen kosten Unternehmen jedes Jahr Geld.

  • Erstens: Die Button-Farbe verdoppelt den Umsatz.
  • Zweitens: Wir kennen unsere Kunden so gut, dass Daten überflüssig sind.
  • Ein A/B-Test ist kein Schönheitswettbewerb und keine Bühne für Bauchgefühl — er ist ein Messinstrument für wirtschaftliche Wirkung.
Daten vs. Meinung
Transkript dieser Folie

Zwei hartnäckige Mythen kosten Unternehmen jedes Jahr Geld. Erstens, dass die Button-Farbe den Umsatz verdoppelt. Zweitens, dass wir unsere Kunden so gut kennen, dass Daten überflüssig sind. Beides ist gefährlich. Ein A/B-Test ist kein Schönheitswettbewerb und keine Bühne für Bauchgefühl. Er ist ein Messinstrument für wirtschaftliche Wirkung.

Konzept

Anatomie einer Hypothese

Ohne klare Hypothese testen Sie ins Blaue.

  • Eine gute Hypothese nennt die Variable, die erwartete Wirkung in Richtung und Größenordnung sowie die Kennzahl.
  • Sie müssen nicht wissen, ob die Hypothese stimmt — Sie testen ja gerade, um das herauszufinden.
  • Aber Sie müssen vorher klar sagen können, was Sie messen wollen.
1
Beobachtung
2
Annahme
3
Erwartete Veränderung
4
Messgröße
Variable · Wirkung · Metrik
Transkript dieser Folie

Ohne klare Hypothese testen Sie ins Blaue. Eine gute Hypothese nennt die Variable, die erwartete Wirkung in Richtung und Größenordnung sowie die Kennzahl, an der Sie das Ergebnis ablesen. Sie müssen nicht wissen, ob die Hypothese stimmt — im Gegenteil, Sie testen ja gerade, um das herauszufinden. Aber Sie müssen vorher klar sagen können, was Sie messen wollen.

Konzept

Randomisierung: der wichtigste Schritt

Randomisierung ist der wichtigste Schritt im Test.

  • Wenn Besucher selbst aussuchen, welche Version sie sehen, vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
  • Nur Zufall macht die Gruppen vergleichbar.
  • Ein Medikamentenversuch, bei dem die Probanden selbst entscheiden — das wäre ein Test ohne Randomisierung.
Selbstauswahl vs. Zufall
Transkript dieser Folie

Randomisierung ist der wichtigste Schritt. Wenn Besucher sich selbst aussuchen, welche Version sie sehen, vergleichen Sie Äpfel mit Birnen. Nur Zufall macht die Gruppen vergleichbar. Stellen Sie sich vor, in einem Medikamentenversuch die gesunden Probanden selbst entscheiden dürfen, ob sie das neue Mittel nehmen. Genau das wäre ein Test ohne Randomisierung.

Konzept

Metrik und Traffic-Split

Entscheiden Sie sich vor dem Test für eine Primärmetrik.

  • Wenn Sie hinterher die Kennzahl wechseln, die am besten passt, betrügen Sie sich selbst — das nennt man Cherry-Picking.
  • Ein fünfzig zu fünfzig Split ist der Standard, weil er am schnellsten zu einer validen Entscheidung führt.
  • Abweichungen davon brauchen eine gute Begründung.
14 28 42 56 50 Variante A 50 Variante B
Typischer fünfzig zu fünfzig Traffic-Split
Transkript dieser Folie

Entscheiden Sie sich vor dem Test für eine Primärmetrik. Wenn Sie hinterher die Kennzahl wechseln, die am besten passt, betrügen Sie sich selbst. Das nennt man Cherry-Picking. Ein fünfzig zu fünfzig Split ist der Standard, weil er am schnellsten zu einer validen Entscheidung führt. Abweichungen davon brauchen eine gute Begründung.

Beispiel

Warum Vorher-Nachher lügt

Der neue Header kommt am Dienstag live, gleichzeitig scheint die Sonne.

  • Plötzlich kaufen mehr Menschen.
  • Der Header bekommt den Applaus — obwohl das Wetter die Laune beeinflusst hat.
  • Vorher-Nachher-Vergleiche sind deshalb in der Regel keine valide Entscheidungsgrundlage.
1 2 2 3 2.1 Montag 2.4 Dienstag
Vorher-Nachher mit externem Störfaktor
Transkript dieser Folie

Ein klassisches Beispiel: Der neue Header kommt am Dienstag live, gleichzeitig scheint die Sonne. Plötzlich kaufen mehr Menschen. Der Header bekommt den Applaus — obwohl das Wetter die Laune beeinflusst hat. Dieses Beispiel zeigt, warum Vorher-Nachher-Vergleiche in der Regel keine valide Entscheidungsgrundlage sind. Zu viele Dinge ändern sich zwischen den beiden Zeitpunkten.

Konzept

Kampagnen, Feiertage und Werbeaktionen

Externe Faktoren sind nicht böse, aber mächtig: Feiertage, Wetter, Newsletter und Werbebudget ändern das Verhalten.

  • Ein Vorher-Nachher-Vergleich kann das nicht auseinanderhalten.
  • Ein parallel laufender A/B-Test schon, weil beide Varianten zur gleichen Zeit dieselben externen Bedingungen erleben.
Störfaktoren wirken ungleich auf Zeitvergleiche
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Externe Faktoren sind nicht böse, aber mächtig. Feiertage, Wetter, Newsletter und Werbebudget ändern das Verhalten Ihrer Besucher. Ein Vorher-Nachher-Vergleich kann das nicht auseinanderhalten. Ein parallel laufender A/B-Test schon, weil beide Varianten zur gleichen Zeit dieselben externen Bedingungen erleben. Das ist der entscheidende Unterschied.

Konzept

Paralleles Testen eliminiert Störfaktoren

Beide Gruppen werden zur selben Zeit unter denselben äußeren Bedingungen getestet.

  • Damit können wir Wetter, Werbeaktionen und Wochentage ausschließen.
  • Das ist der Kernvorteil des parallelen Testens.
  • A/B-Tests gelten als Goldstandard, nicht weil sie kompliziert sind, sondern weil sie fair vergleichen.
1
Gleicher Zeitraum
2
Gleiche Besucher
3
Gleiche externe Faktoren
4
Eine einzige Differenz
Gleiche Faktoren, eine Differenz
Transkript dieser Folie

Weil beide Gruppen zur selben Zeit unter denselben äußeren Bedingungen getestet werden, können wir Wetter, Werbeaktionen und Wochentage ausschließen. Das ist der Kernvorteil des parallelen Testens. Es ist der Grund, warum A/B-Tests in der Wissenschaft und in der Praxis als Goldstandard gelten. Nicht weil sie kompliziert sind, sondern weil sie fair vergleichen.

Zwischen-Check

Zwischen-Check: Die drei Säulen

Die drei Säulen eines validen A/B-Tests sind: eine klare Hypothese, eine zufällige Aufteilung der Besucher und eine parallele Messung über denselben Zeitraum.

  • Fehlt eine dieser Säulen, wackelt das gesamte Ergebnis.
  • Merken Sie sich dieses Dreieck, dann können Sie jedes Experimentier-Setup schnell bewerten.
1
Hypothese
2
Randomisierung
3
Parallelität
Transkript dieser Folie

Kurzer Zwischen-Check, bevor wir tiefer einsteigen. Die drei Säulen eines validen A/B-Tests sind: eine klare Hypothese, eine zufällige Aufteilung der Besucher und eine parallele Messung über denselben Zeitraum. Fehlt eine dieser Säulen, wackelt das gesamte Ergebnis. Merken Sie sich dieses Dreieck, dann können Sie jedes Experimentier-Setup schnell bewerten.

Konzept

Primärmetrik vs. Guardrail-Metriken

Nehmen wir an, Ihr neuer Rabatt-Button steigert die Conversion um acht Prozent, aber der durchschnittliche Bestellwert sinkt um zwanzig Prozent.

  • Ohne Guardrail-Metrik feiern Sie einen Verlust.
  • Jeder Test braucht neben der Primärmetrik auch Schutzmetriken.
Primärmetrik plus Schutzmetriken
Transkript dieser Folie

Nehmen wir an, Ihr neuer Rabatt-Button steigert die Conversion um acht Prozent, aber der durchschnittliche Bestellwert sinkt um zwanzig Prozent. Ohne Guardrail-Metrik feiern Sie einen Verlust. Deshalb braucht jeder Test neben der Primärmetrik auch Schutzmetriken. Diese verhindern, dass ein scheinbarer Gewinner Ihr Geschäftsmodell untergräbt.

Beispiel

Geschäftsmetriken, die überzeugen

Klickraten sind ein Mittel zum Zweck.

  • Geschäftsrelevante Metriken zeigen, ob Ihr Test am Ende mehr Umsatz oder mehr Profit bringt.
  • Kommunizieren Sie nicht die Klickrate, sondern Umsatz pro Besucher oder Lifetime Value.
  • Beispiel: Bei fünfzigtausend Besuchern pro Monat und einem durchschnittlichen Bestellwert von fünfzig Euro bedeutet ein Anstieg des Umsatzes pro Besucher um nur fünfzig Cent bereits fünfundzwanzigtausend Euro zusätzlichen Umsatz pro Monat.
4 7 11 14 3.2 ConversionRate 4.8 Umsatz proBesucher 12.5 LifetimeValue
Beispielhafte Geschäftsmetriken
Transkript dieser Folie

Klickraten sind ein Mittel zum Zweck. Geschäftsrelevante Metriken zeigen, ob Ihr Test am Ende mehr Umsatz oder mehr Profit bringt. Das ist das, was Geschäftsführungen interessiert. Wenn Sie also ein Ergebnis kommunizieren, sprechen Sie nicht über die Klickrate, sondern über Umsatz pro Besucher oder Lifetime Value. Ein konkretes Beispiel macht das greifbar: Bei fünfzigtausend Besuchern pro Monat und einem durchschnittlichen Bestellwert von fünfzig Euro bedeutet ein Anstieg des Umsatzes pro Besucher um nur fünfzig Cent bereits fünfundzwanzigtausend Euro zusätzlichen Umsatz pro Monat. Damit gewinnen Sie jede Diskussion um Budget.

Konzept

Qualität einer Hypothese

Eine Hypothese wie „mehr Vertrauen steigert den Umsatz“ ist nicht falsifizierbar.

  • Wie messen Sie Vertrauen direkt?
  • Besser: „Ein Trust-Badge im Checkout erhöht die Conversion Rate um vier Prozent.“
  • Das Gegenteil ist denkbar, die Variable ist klar, die Metrik ist messbar.
1
Falsifizierbar
2
Eine Variable
3
Erwartete Wirkung
4
Messbare Metrik
Falsifizierbar · Eine Variable · Messbar
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Eine Hypothese wie „mehr Vertrauen steigert den Umsatz“ ist nicht falsifizierbar. Wie messen Sie Vertrauen direkt? Besser: „Ein Trust-Badge im Checkout erhöht die Conversion Rate um vier Prozent.“ Das Gegenteil ist denkbar, die Variable ist klar, die Metrik ist messbar. Solche Hypothesen können Sie testen — und auch widerlegen.

Häufiges Missverständnis

Häufige Fehler

Peeking ist der teuerste Fehler.

  • Wenn Sie oft genug hinschauen, finden Sie zwangsläufig einen scheinbaren Gewinner — der beim nächsten Test wieder verschwindet.
  • Planen Sie die Laufzeit vorher.
  • Je mehr Varianten Sie testen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig besser aussieht.
Peeking, Frühstoppen, Varianten-Inflation vermeiden
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Peeking ist der teuerste Fehler. Wenn Sie oft genug hinschauen, finden Sie zwangsläufig einen scheinbaren Gewinner — der beim nächsten Test wieder verschwindet. Planen Sie die Laufzeit vorher. Ähnlich verhält es sich mit zu vielen Varianten: Je mehr Varianten Sie testen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig besser aussieht. Weniger ist oft mehr.

Übung

Ihre Übung: eine Hypothese formulieren

Jede Vermutung, die Sie im Kopf haben, ist ein Kandidat für einen Test.

  • Entscheidend ist: Können Sie sie mit zwei parallelen Gruppen überprüfen und das Gegenteil ausschließen?
  • Schreiben Sie Ihre Hypothese auf. Damit haben Sie den schwierigsten Schritt gemacht: eine Meinung in eine testbare Aussage übersetzt.
1
Element wählen
2
Wenn-dann-sätze formulieren
3
Falsifizierbarkeit prüfen
Transkript dieser Folie

Machen Sie das jetzt kurz. Jede Vermutung, die Sie im Kopf haben, ist ein Kandidat für einen Test. Entscheidend ist: Können Sie sie mit zwei parallelen Gruppen überprüfen und das Gegenteil ausschließen? Schreiben Sie Ihre Hypothese auf. Damit haben Sie bereits den schwierigsten Schritt gemacht: Sie haben eine Meinung in eine testbare Aussage übersetzt.

Zusammenfassung

Zusammenfassung: die wichtigsten Punkte

Nicht mehr Traffic, sondern bessere Entscheidungen im bestehenden Traffic.

  • Mit zufälliger Aufteilung und parallelem Testen bekommen Sie Antworten, denen Sie vertrauen können.
  • Mit einer klaren Hypothese wissen Sie bereits vor dem Test, woran Sie den Erfolg messen werden.
1
Problem erkennen
2
Hypothese formulieren
3
Parallel testen
4
Mit Daten entscheiden
Transkript dieser Folie

Der Kern in drei Sätzen: Nicht mehr Traffic, sondern bessere Entscheidungen im bestehenden Traffic. Mit zufälliger Aufteilung und parallelem Testen bekommen Sie Antworten, denen Sie vertrauen können. Und mit einer klaren Hypothese wissen Sie bereits vor dem Test, woran Sie den Erfolg messen werden.

Zusammenfassung

Was Sie mitnehmen

Drei Gewohnheiten trennen Amateur-Tests von professionellen Experimenten: klare Metriken, präzise Hypothesen und Disziplin während der Laufzeit.

  • Wenn Sie nur diese drei Prinzipien in Ihrem nächsten Strategie-Meeting anwenden, haben Sie bereits einen Vorsprung.
  • Im nächsten Modul schauen wir uns an, wann ein Test wirklich statistisch sicher ist.
Von der Vermutung zur validen Entscheidung
Transkript dieser Folie

Diese drei Gewohnheiten trennen Amateur-Tests von professionellen Experimenten: klare Metriken, präzise Hypothesen und Disziplin während der Laufzeit. Wenn Sie nur diese drei Prinzipien in Ihrem nächsten Strategie-Meeting anwenden, haben Sie bereits einen Vorsprung. Im nächsten Modul schauen wir uns an, wann ein Test wirklich statistisch sicher ist.

Zwischenschritt

Das JDKRUEGER-Versprechen

Für JDKRUEGER ist A/B-Testing kein Buzzword, sondern die Grundlage jedes Wachstumsprogramms.

  • Wir testen, was wir empfehlen — und empfehlen nur, was sich belegen lässt.
  • Im nächsten Modul schauen wir uns an, wann ein Test wirklich statistisch sicher ist.
Messbar. Skalierbar. Belegt.
Transkript dieser Folie

Für JDKRUEGER ist A/B-Testing kein Buzzword, sondern die Grundlage jedes Wachstumsprogramms. Wir testen, was wir empfehlen — und empfehlen nur, was sich belegen lässt. Im nächsten Modul schauen wir uns an, wann ein Test wirklich statistisch sicher ist.

Quiz

Quiz

Testen Sie Ihr Wissen.

Ein Shop hat eine Conversion Rate von drei Prozent und eine Warenkorbabbruchrate von etwa siebzig Prozent. Was ist die sinnvollste Schlussfolgerung für die Strategie?

Ein Shop startet eine neue Startseite am ersten März. Im April stellt das Team fest, dass die Conversion Rate gestiegen ist. Gleichzeitig lief aber eine große Frühjahrs-Kampagne. Warum ist der Schluss „die Startseite wirkt“ fragwürdig?

Welche Hypothese ist für einen A/B-Test am besten geeignet?

Eine Variante steigert die Conversion Rate um acht Prozent, senkt aber den durchschnittlichen Bestellwert um zwanzig Prozent. Was zeigt dies?

Ein Team prüft jeden Morgen die laufenden Testdaten und stoppt, sobald die Signifikanz erreicht ist. Welches Problem entsteht dadurch?

Übung

Übung

Wenden Sie das Gelernte direkt an.

  • 1
    Ihre erste falsifizierbare Hypothese
    mini-audit · ca. 20 Min
    Wählen Sie ein Element in Ihrem Shop, das Sie verändern möchten, zum Beispiel eine Headline, einen Button oder eine Produktseite. Formulieren Sie die Hypothese nach dem Schema: Wenn wir X ändern, dann steigt oder sinkt Y um Z Prozent, gemessen an Metrik M. Prüfen Sie, ob nur eine Variable verändert wird und ob das Gegenteil prinzipiell möglich ist.
  • 2
    Parallelität in Ihrem Unternehmen prüfen
    benchmark · ca. 15 Min
    Suchen Sie die letzten drei größeren Shop-Änderungen in Ihrem Unternehmen heraus. Entscheiden Sie für jede, ob sie als reine Live-Schaltung, als Vorher-Nachher-Vergleich oder als paralleler A/B-Test umgesetzt wurde. Markieren Sie, bei welchen Entscheidungen heute noch Unsicherheit besteht, ob die Änderung wirklich gewirkt hat.
Reflexion

Reflexion

Kurz zurückschauen, bevor Sie weiterlernen.

  • Welche der letzten drei Änderungen in Ihrem Shop wurden nur live geschaltet, weil alle überzeugt waren — und welche hätten Sie parallel testen sollen?
  • Formulieren Sie für Ihren wichtigsten Conversion-Hebel eine Hypothese, die Variable, erwartete Richtung und Primärmetrik klar benennt.
  • Wo in Ihrem Shop verwechseln Sie derzeit einen Wetter- oder Kampagnen-Effekt mit dem Effekt einer echten Änderung?
Feedback

Feedback

War dieses Modul hilfreich für Ihren Shop?

Quellen

Quellen & Weiterführendes

Hier finden Sie Links und Materialien, um das Thema zu vertiefen. Schauen Sie in Ruhe hinein.

Abschluss

Modul abgeschlossen

Nächstes Modul: Signifikanz verstehen — wann ist ein Test wirklich sicher?

Praxis-Material zum Mitnehmen

Zu diesem Modul gehören zwei PDF-Downloads, die Sie direkt anwenden können:

  • Job-Aid: Die komprimierte Kernbotschaft auf einer Seite, ideal, um vor Entscheidungen schnell nachzuschlagen.
  • Worksheet: Ein ausfüllbares Arbeitsblatt, um das Gelernte an Ihren Shop anzupassen.

Übersicht & Lernziel

Dieses Modul richtet sich an Shop-Entscheider.

Nach diesem Modul können Sie einen echten A/B-Test von einem Vorher-Nachher-Vergleich unterscheiden, erklären, warum nur paralleles, randomisiertes Testen externe Störfaktoren ausschließt, und eine falsifizierbare Hypothese mit Variable, Wirkung und Primärmetrik formulieren.

A/B-Testing für Nicht-Statistiker